Textversion

Geschichte

Daten, Fakten und Namen

1913

Generalversammlung und Vors. Alfred Büdel mit Beschluss, 1000 Mark für den Bau einer Prinzregent-Ludwig-Hütte in der Rhön vorzusehen. Weiterhin erfolgte der Antrag an die Gemeinde Langenleiten auf Grunderwerb im Feuerbergbereich. Am 15. August des gleichen Jahres erfolgte die Zusage mit preislichem Einverständnis und am 19. November wurde der Kaufvertrag im Notariat Bad Kissingen Dr. Löhr abgeschlossen. Am 26. November wurde der Beschluss des Hüttenbaues nach den Entwürfen der Fa. Hein & Weigel auf einer außerordentlicher Generalversammlung beschlossen.

1914

Am 17. Februar hielt der Zweigverein aus München die Genehmigung das zu errichtende Berghaus „König-Ludwig-Hütte“ zu benennen. Am 28. April wurde durch die Firmen Schrenk, Oberbach und Edgar Müller, Volkers nach den vorliegenden Plänen und angefertigtem Hüttenmodell die Bauarbeiten. Durch den Ausbruch des Ersten Weltkrieges verzögerte sich der Bau bzw. die Eröffnung. Am 13. Oktober war es endlich soweit und die König-Ludwig-Hütte konnte Eingeweiht werden.

1914 bis 1925

Das Berghaus auf dem Feuerberg – das erste weit und breit in der Rhön – erweist sich in schwerer Kriegs- und Nachkriegszeit als Krisenüberdauerndes Gemeinschaftssymbol des Bad Kissinger Zweigvereins und als Werbeträger für das nach dem Ersten Weltkrieg stark aufkommende Wandern in der Heimat, dies im zeitlichen Gleichlauf mit der allgemeinen Wanderbewegung; mit dem Wandel der politischen Verhältnisse bürgerte sich ohne jegliche Umbenennungsanordnung der Name „Kissinger Hütte“ ein.

1926

Der Zweigvereinsvorstand erwägt unter Vorsitzendem Alfred Rieß eine erste Hüttenerweiterung und setzt dieses Vorhaben alsbald mit finanzieller Unterstützung des Kissinger Ehrenbürgers Anton Kliegel (New York) in die Tat um.

1932

Wurde ein wesendlicher Grunderwerb im Umfeld der Kissinger Hütte zur Absicherung gegen weitere Bauten auf dem Feuerberg und zur Sicherung der Wasserversorgung getroffen (Anna-Barbara-Brunnen).

1935

Errichtung einer Wasserleitung von der Quelle in die Hütte unter Überwindung Einäsgeländebedingten Höhenunterschiedes von 55 m.

1939 bis 1945

Sehr eingeschränkter Hüttenbetrieb in den Kriegsjahren; Kurz vor Kriegsende und danach wiederholt Einbrüche und Diebstähle; im weitern Umfeld der Hütte wird ein gefallener deutscher Soldat aufgefunden, der zunächst in Hüttennähe beigesetzt und später in den Friedhof Langenleiten umgebettet wurde; die Rhönklubler Karl Häselbarth und Georg Papst setzen sich zusammen mit noch anderen ganz persönlich für den Erhalt der Hütte ein: Sie räumen auf, säubern die Hütte, halten sie vorsorglich besetzt und verteidigen sie sogar gegen einen weiteren Einbruchversuch.

1949 bis 1959

Unter dem ersten Nachkriegsvorsitzenden Otto Erich Levin kommt es nach Plänen von Stadtbaurad Hans Hörold zu einer zweiten Hüttenerweiterung größeren Ausmaßes zur Gewinnung von Platz für eine geräumige Selbstversorgerküche, für einen weiteren Aufenthaltsraum und für Unterbringung der Hüttenbücherei, sowie zusätzlichen Schlafräumen, womit sich die Bettenkapazität auf 36 steigerte.

1950

Vertrag mit Hüttenwirt-Ehepaar Alfred und Johanna Preß, war eine ganzjährige Hüttenbewirtschaftung auf 10 Jahre hinaus garantiert. Weiterhin wurde die Sicherung und Verbesserung der Wasserversorgung durch Neufassung der Quelle und Einbau von Betonbehältern zur Wasserbevorratung betrieben.

1958 bis 1964

Laufende Verbesserung-, Modernisierungs- und Sanierungsmaßnahmen wie Blitzschutzanlage, Verbundfester Neugestaltung der Schlafräume u.s.w.

1959

Errichtung eines Parkplatzes in 1,2 km Entfernung von der Hütte mit Rücksicht auf Freihaltung des engeren Hüttenbereiches von Kraftfahrzeugen

1963

3. Hüttenerweiterung, Bau einer Zentralheizung, sowie entsprechende sanitär Anlagen und Anschluss an die Stromversorgung.

1966

Bau der sog. Hüttenstraße als fester basaltgebetteter und –geschotteter Zufahrtsweg für Kraftfahrzeuge, somit das bis zu diesem Jahr sorgsam gehütete Prinzip der Sperrung des Kraftverkehrs direkt bis zur Hütte aufgegeben wurde.

1969

Bau einer Sesselliftbahn mit Sommer- und Winterbetrieb vom Guckaspass zum Feuerberg hinauf. Diese technische Anlage verbindet von der Talstation an die Staatsstraße Langenleiten – Wildflecken bis zur Feuerberghochfläche in Hüttennähe auf einer Strecke von 1025 m immerhin 226 m Höhenunterschied; eine enorme Steigerung des Ausflugs- und Wintersportbetriebes im Feuerberg- und Hüttenbereich.

1971

Jetzt wurde der vierte Bauabschnitt mit der Großerweiterung der Kissinger Hütte eingeleitet. Erweiterung des Zimmer- und Bettentrakt mit Anbau

1972

Feierliche Einweihung

1976

Ausbau des Bettenhauses Untergeschoss

1981

Ausbau des Jugendraumes

...

Druckbare Version